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Geschichte
bis 1802
ab 1803
Fürstenfolge

Vom 19. Jahrhundert in die Gegenwart:
Die Fürsten zu Leiningen

1779 wurde Graf Karl Friedrich Wilhelm von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg in den Reichsfürstenstand erhoben.
Dem neuen Fürstentum Leiningen mit Sitz in Bad Dürkheim sollte nur eine kurze Existenz beschieden sein: Schon 1794 fielen im Verlauf der Revolutionskriege französische Truppen in die Pfalz ein und zerstörten das Dürkheimer Schloss völlig.

Die zur Flucht gezwungenen Fürsten von Leiningen wurden 1803 für ihre linksrheinischen Güter entschädigt.  Die zugesprochenen Territorien wurden in Besitz genommen, und man ging sofort daran, die Verwaltungseinrichtungen der ehemaligen Kurfürstentümer Pfalz und Mainz und des Bistums Würzburg neu zu organisieren. Erfolgreich war besonders die Neuordnung der oberen Verwaltungs-, Forst- und Justizbehörden, während die unteren Ebenen zunächst in der überkommenen Form weiterbestanden. Die hierzu 1805 begonnen Reformen kamen nicht mehr zur Ausführung, denn der am 12. Juli 1806 zwischen Frankreich und 16 deutschen Fürsten abgeschlossene Rheinbund brachte mit der Rheinbundakte auch für das Fürstum Leiningen das Ende der Souveränität und zwar zugunsten des Großherzogtums Baden, dem gemäß Art. 26 RBA sämtliche Souveränitätsrechte zufielen. Eine staatsrechtliche Änderung gab es, als Baden aufgrund des Staatsvertrages vom 8. September 1810 die ehemaligen Leiningischen Ämter Amorbach und Miltenberg an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt abtrat. Im Jahre 1816 gingen diese Ämter mit Ausnahme einiger Ortschaften, die bei Hessen verblieben, an Bayern.

Das ehemalige Fürstentum war jetzt lediglich Standesherrschaft, der jedoch bis 1848 die Ausübung von Justiz- und Polizeigewalt oblag. Das Fürstenhaus engagierte sich jedoch weiterhin im Schul- und Erziehungswesen, im Straßen- und Wegebau, bei der Verbesserung der kommunalen Infrastruktur.
Auch Queen Victoria, die Halbschwester des Fürsten Karl zu Leiningen, der 1848 erster Präsident des Paulskirchen-Kabinetts war, unterstützte die karitativen Anstrengungen des Fürstenhauses mit namhaften Stiftungen.
Auch im 20. Jahrhundert engagierte sich das Fürstenhaus auf vielen Gebieten: Sanierungsmaßnamen an der barocken Klosteranlage und der staufischen Wildenburg, die Einrichtung eines Heimatmuseums im frei gewordenen Gerichtsgebäude, die Förderung des Tourismus und der Neubau der abgebrannten Lateinschule sind hier besonders zu erwähnen.

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