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Benediktinerabtei
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Die dreieinhalbjährigen Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten der ehemaligen Abteikirche zu Amorbach sind abgeschlossen.

Die über 1250 Jahre alte Benediktinerabtei Amorbach gehörte zu den ältesten Klöstern Frankens. Stolze 1000 Jahre war das Kloster, als man sich dazu entschloss, an Stelle der romanisch-gotischen Kirche einen dem Stil der Zeit entsprechenden Barockbau zu errichten.
Nach Plänen von Maximilian von Welsch entstand 1742 - 1747 ein imposanter Neubau, wobei von der alten Kirche die beiden Westtürme mit ihren fünf läutbaren Glocken, zwei aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts sowie drei aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, beibehalten wurden.

Die Kirche ist im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen einzigartig, da die Oberflächen des Kirchenraums aus der Erbauungszeit - also Wände, Stuckmarmoraltäre, Leinwandbilder, Deckenfresken und Kanzel - fast vollständig im Originalzustand erhalten sind und nur gereinigt und konserviert wurden. Die wertvolle und einmalige Substanz zu erhalten – das war das Credo bei allen Arbeiten an diesem in weitem Umfeld einzigartigen Gebäude, das sich lohnt, besucht zu werden.

Der erste Bauabschnitt startete im Frühjahr 2012 mit der Einrüstung der Kirche sowie der Instandsetzung des Dachstuhls. Die Neueindeckung des gewaltigen Schieferdaches, die Überarbeitung der immer noch aus der Bauzeit stammenden Sechseckwabenfenster sowie Putzausbesserungen und Natursteinarbeiten waren die nächsten Schritte.

Gleichzeitig liefen im Inneren die Vorbereitungen zur Untersuchung und Konservierung des Kirchenraumes mit seiner hochwertigen Ausstattung führender süddeutscher Künstler. Johann Michael Feichtmayr d.J. und Johann Georg Übelhör schufen den Stuck. Der Asamschüler Matthäus Günther malte die Deckenfresken, die aus dem Leben des Heiligen Benedikt erzählen. Johann Wolfgang van der Auvera ist die Kanzel zu verdanken und der Kunstschmied Markus Gattinger fertigte das Chorschrankengitter.

             

           

Im grandiosen Einklang der prachtvollen Kirche krönt die von den Gebrüdern Stumm aus Rhaunen-Sulzbach 1782 erbaute Barock-Orgel mit ihren 5116 Pfeifen, 66 klingenden Registern, 4 Manualen, Pedale und Glockenspiel das Gesamtkunstwerk. Nach umfassenden Reinigungsarbeiten und Intonation trägt dieses Meisterstück - ein großes Werkzeug zum Lobe Gottes - wieder den Gesang der Gemeinde und steht im Mittelpunkt der vor über 60 Jahren vom Fürstenhaus zu Leiningen ins Leben gerufenen Konzertreihe „Amorbacher Abteikonzerte“.

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